Unter dem Motto „Geordneter Rückzug – der Winter kommt“ findet am 03. Oktober wieder eine Führung im Bernrieder Park mit Niels Ondraschek statt. Treffpunkt 10 Uhr Klosterhof. Anmeldung unter freundeskreisbernriederpark@web.de oder telefonisch bei Barbara Eder (Tel. 0177-3311181).
Eine kleine Gruppe Bernrieder Schulkinder nahmen Teil am Angebot des Freundeskreis Bernrieder Park e.V. im Rahmen des Bernrieder Ferienprogramms und verbrachten einen langen Vormittag im Park. Zwei Umweltpädagoginnen aus Bernried begleiteten die Kinder. Die Erzählung der beiden über den gemeinsamen Vormittag ist so animierend, dass wir ihn gerne hier veröffentlichen, um Ihnen, liebe LeserInnen Lust zu machen, vielleicht das eine oder andere mit und ohne Kinder im Park nachzumachen.
„Es ging uns darum, die Wahrnehmung der Kinder in der Natur zu öffnen und zu schärfen und “nebenher” naturpädagogisches Wissen zu vermitteln.
Erstmal haben wir am Dornröschenplatz einen Kreis gemacht und uns alle abgeräuchert (aufmerksam hinriechen) und jede/r durfte sagen, was sie/ er an der Natur mag.
Dann ein Schleichspiel, ein Kind mit verbundenen Augen lauscht, wo die anderen Kinder sind (lauschen, leise sein in der Natur).
Dann ein Versteck- und Laufspiel. Dabei fanden Kinder einen toten Jungvogel (Mönchsgrasmücke). Dieser wurde genau angesehen und beerdigt.
Auch “kahle” Stellen auf dem Waldboden begutachteten wir. Wer hatte hier das Laub weggeschabt? Ja, hier haben Rehe übernachtet.
Dann machten wir uns auf den Weg zu den Fuchsbauten im südl. Teil des Parks entlang des Mittelwegs. Die Kinder sollten Tierspuren suchen, schnell fanden sie die vielen Höhleneingänge und fanden selbständig heraus, welche wohl viel benutzt werden, welche ganz frisch sind, welche nur Notausgänge sind (Blätter weggeschabt, Spinnennetze vor Eingang etc.)
Bei der großen Eiche gegenüber der Fuchsbauten (deren Äste so auffällig Richtung See zeigen, schlugen wir unser Lager aus. Klagende Vogelschreie. Wer könnte das sein? Da flogen zwei Bussarde über die Wiese und gaben die Antwort.
Nach der Brotzeit legten sich die Kinder auf Tücher und wir machten eine Fantasiereise zum “Herz des Waldes”.
Dann ein Fang- und Wissensspiel, Die Antwort auf eine Frage mit “ja” oder “nein” bestimmte, welche Gruppe Fänger war. Wir griffen für die Fragen die besprochenen Themen auf (Name des gefunden Vogels, Lebensweise der Füchse, etc.).
Auf dem Rückweg gingen wir einen “Geheimpfad” durch ein ausgetrocknetes Flussbett. Alle gingen schweigend, lauschend und beobachtend hintereinander. Wir fanden Rehspuren in der noch nassen Erde und wieder Rehschlafplätze, die die Kinder selbständig erkannten.
Wir haben das Gefühl, es ist tatsächlich gelungen, den Kindern die Natur und den Park ein bisschen näher zu bringen. Sie sind eingetaucht ins direkte Erleben, Bestaunen, Sichverbinden.“
Wir freuen uns, wenn uns auf diese Art gelingt, schon bei den Kindern eine nachhaltige Verbindung zum Bernrieder Park und seine Besonderheiten zu schaffen. Ausdrücklich möchten wir uns bei den zwei Betreuerinnen Franka und Veronika für die tolle Umsetzung bedanken.
Das Drüsige Springkraut, eine gebietsfremde Art breitet sich auch bei uns im Park besonders am Seeweg entlang immer mehr aus und verdrängt andere heimische Arten. Eine wirkungsvolle Bekämpfung ist das Ausreißen der Pflanzen vor der Blüte.
Das wollen wir mit eurer Hilfe tun.
Bitte kommt und helft (langärmelig mit Handschuhen)!
Danach gibt es als Dankeschön für alle ParkhelferInnen eine Brotzeit (Gedeck & Kaffeebecher bitte mitbringen)!
Mit der vorzeitigen Anmeldung erleichtert ihr uns die Organisation: freundeskreisbernriederpark@web.de Barbara Eder, Tel: 0177 33 111 81
In der Natur verbrachte Zeit ist nie verschwendet!
Thema: Insekten und selten gewordene Arten, Massentracht und Reifefraß Treffpunkt: Klosterhof Dauer: ca. 1,5 – 2 Stunden
Anfang Juli befinden sich die letzten Linden in voller Blüte. Ein Festschmaus für unzählige Insekten, auch für so manche sehr selten gewordene Art. Wir erkunden die unzähligen Strukturen alter Bäume, in denen tausende Arten ein Zuhause gefunden haben. Außerdem betrachten wir, welche Herausforderung es mit sich bringt, alte Bäume und Verkehrssicherung in Einklang zu bringen.
Referent Niels Ondraschek: Beirat im Freundeskreis Bernrieder Park e.V., Baumpfleger & Forstingenieur, Gewinner des diesjährigen “Green Infrastructure goes Business-Award, Geschäftsführer der gemeinnützigen transisition woods GmbH. www. transitionwoods.org
Einführend erzählt Franz Hinterstoißer, 2. Vorsitzender des Freundeskreis Bernrieder Park e.V. und Kuratoriumsmitglied der Wilhelmina Busch-Woods-Stiftung zur Geschichte des Bernrieder Parks.
Mit der vorzeitigen Anmeldung erleichtern Sie uns die Organisation: freundeskreisbernriederpark@web.de, Barbara Eder, Tel: 0177 33 111 81
Der Eintritt ist frei – über Spenden freut sich der Freundeskreis.
Unter dem Motto “Frühlingsgefühle im Park – oder eher Kampf um die ökologische Nische?” fand am Sonntag, den 22. Mai 2022 eine Führung durch den Bernrieder Park statt. Wetter, Parkführer (Niels Ondraschek) und jede Menge Interessierte – das war wirklich ein gelungenes Event!
Fotos von der Führung können hier betrachtet werden.
In einer zweieinhalbstündigen Führung wurden uns Einblicke in den Lebensraum Baum, die Lebensweise mancher Arten als auch die Herausforderung der Baumerhaltung gewährt.
Referent Niels Ondraschek: Beirat im Freundeskreis Bernrieder Park e.V., Baumpfleger & Forstingenieur, Gewinner des diesjährigen “Green Infrastructure goes Business-Award, Geschäftsführer der gemeinnützigen transisition woods GmbH. www. transitionwoods.org
Auch in nächster Zeit werden im Bernrieder Park wieder umfangreiche Pflegemaßnahmen im Rahmen der Wegesicherungspflicht und der Baumerhaltung nötig sein. Bei den betroffenen Bäumen handelt es sich um Buchen, Eichen, Eschen, Kastanien, Linden, Weiden und eine Fichte. Besonders in den feuchten Niederungsbereichen haben ältere Eschen keine Chance gegen das Eschentriebsterben. Altbäume, insbesondere Eichen und Buchen, leiden zunehmend unter dem Konkurrenzdruck umstehender Bäume und reagieren darauf u. a. mit Totholzbildung und Verdrängungswuchs. So wird es notwendig sein, auch junge, vitale Bäume in ihrem Umfeld zu fällen, um das historische Erscheinungsbild mit den alten Bäumen zu bewahren. Dies erfolgt ausschließlich nach sorgfältiger und umsichtiger Situationserfassung.
Und schon mal zum Vormerken: Am 19. März ist unser erster Parkpflegetag 2022.
Seit dem 06. Januar 2022 ist unsere neue, gemeinsam erstellte Website www.bernrieder-park.de online. Das Stiftungskuratorium und der Freundeskreis bedankt sich bei allen für diese Gemeinschaftsarbeit!
Wir können in Zukunft schneller und einfacher über Neuigkeiten berichten und den Inhalt aktualisieren.
„Warum werden im Bernrieder Park so viele Bäume gefällt?“. Diese Frage wird uns immer wieder gestellt. Können Sie dazu etwas sagen, Herr Ondraschek?
Ich wurde vom verantwortlichen Stiftungskuratorium damit beauftragt, die vom Eschentriebsterben/Eschenwelke betroffenen Bäume zu fällen. Es waren rund 50 Bäume bei denen die Stand- und Bruchfestigkeit in unmittelbarer Nähe der öffentlichen Wege nicht mehr gegeben war und die wir deshalb aus Gründen der Verkehrssicherheit entfernen mussten.
Was hat es mit diesem Eschentriebsterben auf sich?Seit ungefähr 2008 befällt der aus dem asiatischen Raum kommende Pilz „Hymenoscyphus pseudoalbidus“, auch „Falsches Weißes Stängelbecherchen“ genannt, vor allem die Gemeine Esche jeglichen Alters und schwächt diese extrem. Feuchte Böden, wie hier bei uns am See, fördern den Pilz leider zusätzlich.
Wieso bleiben manche Bäume weiter im Park liegen und werden nicht entfernt?
Einige Bäume lassen wir auf Grund des Parkkonzepts zur Förderung der Artenvielfalt als „lebendiges“ Totholz liegen oder auch als Torso stehen. Es dient vielen Arten als wertvoller Lebensraum.
An zwei Samstagen im März haben insgesamt ca. 25 Parkunterstützer*Innen von 11 bis 80 Jahre Hand angelegt und mit Baumscheren und Freischneidern bestückt, wichtige Elemente im Park zurecht geschnitten. Die Kuratoriumsmitglieder Karl-Otto Kullmann, Hans Haimerl und Franz Hinterstoißer haben die Helfer*Innen in die fachliche Arbeit eingewiesen, sodass auch das richtige weggeschnitten wurde.
Rund 160 Arbeitsstunden konnten so im Ehrenamt geleistet werden und sparen der Stiftung eine Menge Geld. Neben den interessanten Einblicken hat es auch allen Spaß gemacht und war eine willkommene Abwechslung in Corona-Zeiten. Wir möchten uns ausdrücklich bei allen Helfer*Innen bedanken vor allem bei der Jugend!
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